Union der Basiszüchter g.e.V.
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Aus der Satzung

Präambel

Die Honigbiene ist als Bestäuber für zahllose Pflanzen in der Kulturlandschaft ein unverzichtbares Glied im ökologischen System. Angesichts der verschiedenen Krankheiten und Bedrohungen der Biene, die nicht zuletzt aufgrund des weltweiten Handels bereits in Deutschland aufgetreten sind und die vorhersehbar noch auftreten werden, erscheint die wenigstens annähernd flächendeckende Präsenz der Honigbiene mittelfristig gefährdet. Diese Gefährdung wird verschärft, wenn nur wenige Bienenrassen und Zuchtlinien mit relativ schmaler genetischer Basis die Grundlage der gesamten Imkerei bilden.

Die Grundidee der Basiszucht ist Bienenzucht auf breiter genetischer Grundlage. Vitalität ist dabei ein erstrangiges Selektionskriterium. Nur eine vitale Biene, die aus eigener Kraft mit den meisten Krankheiten und Bedrohungen fertig wird, die für ihr Überleben nur relativ geringe imkerliche Hilfe benötigt, kann auf Dauer den Bestand der Art sichern, damit die Bestäubungsleistung realisieren und zugleich zufriedenstellende wirtschaftliche Erträge liefern. Eine breite genetische Basis ist eine Grundvoraussetzung für hohe Vitalität einer Art.

Tierzucht besteht in der Regel darin, daß ausgewählte Vater- und Muttertiere kontrolliert angepaart werden. Die Basiszucht macht davon eine Ausnahme, indem sie auf Belegstellen und auf künstliche Besamung verzichtet. Statt dessen gibt sie der Standbegattung den Vorzug. Bei der Standbegattung paart sich die Königin im freien Flug mit Drohnen aus dem lokal vorhandenen Angebot, ohne daß der Imker Einfluß darauf nehmen kann, welche Drohnen aus welcher Herkunft zum Zuge kommen. So gelangt potentiell das Erbgut aller Bienenvölker, die im Einzugsbereich eines Basiszucht- Standes überlebt haben, in dessen Genpool. Die züchterische Selektion erfolgt in der mütterlichen Linie.

Die Basiszucht versteht sich nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu den verschiedenen anderen Gruppierungen in der Imkerei, die organisierte Zucht betreiben.

Als Basiszüchter betreiben wir Selektion mit Respekt vor der Biene, die als Geschöpf in dieser Welt ist wie wir selbst.

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§2 Zweck des Vereins

1. Zweck der Union der Basiszüchter ist die Förderung der Tierzucht unter besonderer Berücksichtigung von Gesichtspunkten im Bereich der Bienenzucht.
Dies soll unter anderem durch folgendes erreicht werden:

  • Betrachtung, wie die Honigbiene in ihre komplexe Umwelt eingebunden ist.
  • Erarbeitung und Verbreitung von Wissen darüber, wie die Bienenzucht auf das genetische Potential der Honigbiene einwirkt und welche Folgen dies für die Stabilität der Population hat.
  • Organisation einer Richtung der Bienenzucht, deren Ziel es ist, erwünschte Eigenschaften über die Selektion standbegatteter Königinnen zu festigen. Mit dem Verzicht auf Inzucht, auf eigene Belegstellen und auf künstliche Besamung soll eine breite genetische Basis der vorhandenen Bienenvölker erhalten und gefördert werden.
  • Mitwirkung bei der Erarbeitung verschiedener Zuchtziele im Rahmen der Basiszucht.
  • Mitwirkung bei der Organisation von Züchterringen der Basiszucht, deren Mitglieder je gleichartige Zuchtziele verfolgen.
  • Erarbeitung und Verbreitung von Zuchtverfahren, die dem Grundgedanken der Basiszucht entsprechen.
  • Verbreitung von Kenntnissen der Basiszucht innerhalb der gesamten Imkerschaft.
  • Vertretung der Interessen der Basiszüchter gegenüber anderen imkerlichen Verbänden, anderen Vereinigungen, gegenüber Behörden und in der Öffentlichkeit.

2. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

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Sie können die Satzung der Union der Basiszüchter (139,6 KB) als pdf-Datei herunterladen.

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